Wie denken Legastheniker?

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit als Gestalterin HF, Visuelle Kommunikation, hat Frau Swetlana Bregy unterschiedliche Experimente mit Texten und Illustrationen durchgeführt, um zu erreichen, dass sich der Leser fühlt, als hätte er Legasthenie. Es war sehr spannend zu sehen, welche Empfindungen durch die Modifikationen des Textes, bei nicht Legasthenikern, ausgelöst werden. In den nächsten Wochen stellen wir einige ihrer Experimente vor, damit Sie sie selbst testen können. Wagen Sie das Experiment und fühlen Sie sich wie ein Legastheniker!

Experiment 2: Wie denken Legastheniker?

Es gibt zwei grundlegende Denkweisen, eine verbale und eine bildhafte. Nicht Legastheniker denken vorwiegend verbal. Das bedeutet, dass Sie einen Satz lesen und daraus entsteht dann ein Bild in Ihrem Kopf.

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Legastheniker hingegen denken bildhaft. Sie lesen einen Satz und jedes einzelne Wort formt sich laufend zu einem Bild, fast wie ein filmischer Ablauf. Dabei können folgende Probleme entstehen: Für die Auslösewörter die, ist, auf und dem findet der Legastheniker kein Bild und wird dadurch desorientiert. So entstehen viele unterschiedliche Varianten aus den zwei klaren Bildern, Katze und Dach.

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Er entscheidet sich für eine der Varianten und so kann es gut sein, dass der Legastheniker anstatt «Die Katze ist auf dem Dach», «Die Katze ist vor dem Dach» liest. Wie ergeht es Ihnen bei solchen Sätzen?

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