Anerkennung und Aufnahme in den Berufsverband
Der Erste Österreichische Dachverband Legasthenie (EÖDL) ist der Berufsverband der diplomierten Legasthenietrainer*innen, Dyskalkulietrainer*innen, Lerndidaktiker*innen und Mediendidaktiker*innen. Er wurde als erster Legasthenieverband in der EU nach der internationalen Qualitätsnorm ISO 9001 zertifiziert (seit 2011, aktuell ISO 9001:2015, gültig bis 29.06.2029) und ist ein durch Ö-Cert anerkannter Qualitätsanbieter in der Erwachsenenbildung.
Ausschließlich der EÖDL verleiht die Berufsbezeichnungen
Diplomierte*r Legasthenietrainer*in (EÖDL)
Diplomierte*r Dyskalkulietrainer*in (EÖDL)
Diplomierte*r Lerndidaktiker*in (EÖDL)
Diplomierte*r Mediendidaktiker*in (EÖDL)
Seit 1996 haben rund 17.000 Trainer*innen in 64 Ländern eine Berufsbezeichnung des EÖDL erhalten.
Der Weg zur Berufsbezeichnung: die Diplomaprüfung
Wer die Diplomaprüfung beim EÖDL abschließt, erhält das Diploma als diplomierte*r Legasthenietrainer*in, Dyskalkulietrainer*in, Lerndidaktiker*in und/oder Mediendidaktiker*in. Dazu reichen die Absolvent*innen ihre Nachweise und praktischen Prüfungsunterlagen beim EÖDL ein. Nach bestandener Prüfung dürfen sie die jeweilige Berufsbezeichnung führen und können dem EÖDL sowie dem Dachverband Legasthenie Deutschland e.V. (DVLD) als Berufsverbänden beitreten.
Die Nachweise für die Diplomaprüfung richten sich nach der Studienrichtung:
- Legasthenietrainer*innen und Dyskalkulietrainer*innen: Anamnesen, pädagogische Testungen, Elterngespräche, Textanalysen, Trainingspläne, Vor- und Nachbereitung der Trainingseinheiten, selbst erstelltes Trainingsmaterial und die Dokumentation der Trainingsstunden mit Betroffenen.
- Lerndidaktiker*innen: pädagogische Feststellung der Lernausgangslage, individuelle Förderpläne und die Dokumentation der Förderstunden im Lese-, Schreib-, Rechen- und Lernbereich.
- Mediendidaktiker*innen: medienpädagogische Förderstunden, die abgehalten und schriftlich dokumentiert werden, etwa zur Förderung der Medienkompetenz, zum Lernen mit digitalen Medien und Künstlicher Intelligenz oder zur Prävention im Umgang mit Medien.
Empfohlene Ausbildungen
Als Vorbildung empfiehlt der EÖDL seine berufsbegleitenden Fernstudien. Das Fernstudium zum Diplomierten Legasthenietrainer und das Fernstudium zum Diplomierten Dyskalkulietrainer folgen den Ausbildungsrichtlinien der IFDDA (International Federation of Dyslexia and Dyscalculia Associations).
- Fernstudium zum Diplomierten Legasthenietrainer: www.legastheniefernstudium.com
- Fernstudium zum Diplomierten Dyskalkulietrainer: www.dyskalkuliefernstudium.com
- Fernstudium zum Diplomierten Lerndidaktiker: www.lerndidaktikerfernstudium.com
- Fernstudium zum Diplomierten Mediendidaktiker: www.mediendidaktikerfernstudium.com
Diplomierte Legasthenietrainer*innen, Dyskalkulietrainer*innen und Lerndidaktiker*innen können das Mediendidaktiker-Fernstudium als verkürztes Aufbaufernstudium absolvieren.
Leistungen nach der Diplomaprüfung
Auf Wunsch werden die Absolvent*innen in den Verzeichnissen des EÖDL beworben:
- Legasthenietrainer*innen: www.legasthenietrainer.com
- Dyskalkulietrainer*innen: www.dyskalkulietrainer.com
- Lerndidaktiker*innen: www.lerndidaktiker.com
- Mediendidaktiker*innen: www.mediendidaktiker.com
Diplomierte Legasthenietrainer*innen und Dyskalkulietrainer*innen sind unter anderem berechtigt, den AFS-Test einzusetzen. Er ist ein pädagogisches, standardisiertes Testverfahren zur Feststellung einer möglichen Legasthenie bzw. Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) und/oder Dyskalkulie bzw. Rechenschwäche. Diplomierte Lerndidaktiker*innen setzen die pädagogische Förderdiagnostik im Rahmen der „Lern- & Fernförderung (LFF)“ und den „Lerntypen-Test“ ein. Diese Instrumente sind ausschließlich Absolvent*innen der Diplomaprüfung beim EÖDL vorbehalten. Um diese und weitere Leistungen zu nutzen, ist ein Abo Pro-Paket notwendig.
Anerkennung anderer Ausbildungen
Spezialist*innen, die mit Betroffenen im Lese-, Schreib-, Rechen-, Lern- und/oder Medienbereich arbeiten und eine andere einschlägige Ausbildung abgeschlossen haben, können ebenfalls beim EÖDL die Nachweise und praktischen Prüfungsunterlagen der Diplomaprüfung einreichen. So erhalten auch sie die jeweilige Berufsbezeichnung des EÖDL und können Mitglied im Berufsverband werden.
Für die Diplomaprüfung sind folgende Unterlagen einzureichen:
- Nachweis über eine abgeschlossene Ausbildung mit genauen Angaben zu den Studieninhalten und abgelegten Prüfungen
- bei Legasthenietrainer*innen und Dyskalkulietrainer*innen: Angaben zur IFDDA-Anerkennung des Bildungsträgers
- Angaben über die ECTS-Punkte der Ausbildung
- Dokumentation der geleisteten praktischen Stunden
- Lebenslauf mit Angaben zur Berufserfahrung
- gegebenenfalls zusätzliche Weiterbildungszertifikate
- ehrenwörtliche Erklärung zur Richtigkeit der Angaben
Die Prüfungsgebühr beträgt Euro 89,-.
Gleichwertigkeit bedeutet nicht Gleichheit: Bei der Anerkennung von Qualifikationen für die Aufnahme in die Mitgliederliste des EÖDL werden auch Unterschiede zwischen Ausbildungen berücksichtigt.
Übermitteln Sie uns Ihre Unterlagen zur Prüfung per E-Mail an mail@legasthenie.com.

