Frauen tragen Legasthenietraining in 64 Länder – EÖDL dankt

Frauen tragen Legasthenietraining in 64 Länder – EÖDL dankt

Am 8. März ist Internationaler Frauentag – ein Tag, der an die Leistungen und den Einsatz von Frauen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens erinnert. Beim EÖDL – Erster Österreichischer Dachverband Legasthenie – hat dieser Tag eine ganz besondere Bedeutung. Denn es sind vor allem Frauen, die im Legasthenietraining mit legasthenen und dyskalkulen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen konkreten Unterschied machen.

In den vergangenen 30 Jahren hat der EÖDL tausende Frauen und Männer ausgebildet. Dabei sind rund 93,7 % der diplomierten Legasthenie- und Dyskalkulietrainer/innen Frauen.

Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache: Das Legasthenietraining wird in weiten Teilen von Frauen getragen. Heute sind sie in 64 Ländern weltweit aktiv und tragen dazu bei, dass Kinder und Erwachsene mit Lese-, Schreib- und Rechenproblemen die Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Doch was ist Legasthenie eigentlich – und warum ist professionelles Training so wichtig?

Legasthenietraining: Frau lernt mit Kind – diplomierte Legasthenietrainerin bei der Arbeit

Frauen im Legasthenietraining: Ausbildung und Praxis

Der Anteil von 93,7 % diplomierten Legasthenietrainerinnen ist das Ergebnis jahrzehntelangen Engagements von Frauen in einem Bereich, der pädagogisches Geschick, fachliche Tiefe und ein genaues Verständnis individueller Lernprozesse erfordert. Viele dieser Frauen arbeiten schon zuvor als Lehrerinnen, Pädagoginnen oder Therapeutinnen – andere haben sich bewusst beruflich neu orientiert, weil sie Menschen mit Lernschwierigkeiten gezielt helfen wollten.

Der EÖDL bietet dafür anerkannte Ausbildungen im Fernstudium an. Die Ausbildung zur diplomierten Legasthenietrainerin befähigt dazu, Menschen mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten auf Basis der AFS-Methode zu fördern – einem pädagogisch-didaktischen Ansatz, der Aufmerksamkeitstraining, Sinneswahrnehmung und Symptomtraining miteinander verbindet. Die Ausbildung zur diplomierten Dyskalkulietrainerin legt den Schwerpunkt auf Rechenschwierigkeiten und gibt das notwendige Fachwissen, um Menschen mit Dyskalkulie individuell zu begleiten. Wer darüber hinaus allgemeine Lernprobleme gezielt angehen möchte, findet in der Ausbildung zur diplomierten Lerndidaktikerin das passende Rüstzeug: Lernstrategien, Aufmerksamkeitstraining und der Umgang mit Lernblockaden stehen dabei im Mittelpunkt. Die Ausbildung zur diplomierten Mediendidaktikerin bereitet auf den pädagogisch sinnvollen Einsatz digitaler Medien vor – ein Bereich, der in der Lernbegleitung stetig an Gewicht gewinnt.

Dass Frauen diese Ausbildungswege so deutlich häufiger wählen als Männer, spiegelt sich in der Alltagspraxis wider: In Schulen, Fördereinrichtungen, eigenen Praxen und in der Online-Betreuung sind es überwiegend Frauen, die betroffene Kinder und Erwachsene im Legasthenietraining begleiten. Hier gibt es 10 Gründe, eine Ausbildung zum diplomierten Legasthenietrainerin zu beginnen.

Internationale Verantwortung: Legasthenietraining in 64 Ländern

Die Wirkung der vom EÖDL ausgebildeten Trainerinnen und Trainer beschränkt sich nicht auf Österreich. In 64 Ländern sind Frauen maßgeblich verantwortlich für das Legasthenietraining und den Unterricht von legasthenen Schülerinnen und Schülern. Diese Reichweite ist das Ergebnis persönlichen Einsatzes und eines Ausbildungssystems, das Fachkompetenz mit praktischer Anwendbarkeit verbindet.

Ob in deutschsprachigen Ländern, in anderen europäischen Staaten oder auf allen weiteren Kontinenten: Überall dort, wo eine diplomierte Trainerin oder ein diplomierter Trainer des EÖDL arbeitet, erhalten Menschen eine Förderung, die methodisch fundiert und auf den Einzelnen abgestimmt ist. Der Internationale Frauentag ist ein passender Anlass, diese Arbeit sichtbar zu machen – denn sie findet oft im Stillen statt, auch wenn sie das Leben der betroffenen Kinder und ihrer Familien nachhaltig verändert. Über das 30-jährige Bestehen des Verbandes gibt es hier mehr zu erfahren.

Wie der EÖDL das Legasthenietraining unterstützt: Ausbildung, Forschung und Materialien

Der EÖDL – Erster Österreichischer Dachverband Legasthenie – beschäftigt sich mit Legasthenie, Dyskalkulie und allgemeinen Lernschwierigkeiten. Sein Auftrag ist dreifach: Betroffene zu unterstützen, Fachwissen zu verbreiten und Fachpersonen auszubilden, die Menschen mit Lernproblemen gezielt fördern können.

Die Aus- und Weiterbildung bildet den Kern der EÖDL-Tätigkeit. Fernstudien und Lehrgänge machen es möglich, sich berufsbegleitend zu qualifizieren – ohne Anwesenheitspflicht und mit flexiblen Studienzeiten. Daneben leistet der EÖDL gezielte Informations- und Aufklärungsarbeit, weil viele Betroffene, Eltern und Lehrkräfte noch immer nicht ausreichend wissen, was Legasthenie und Dyskalkulie wirklich bedeuten und wie sie sich von anderen Lernschwierigkeiten unterscheiden.

Forschung und Entwicklung sichern die inhaltliche Qualität: Der EÖDL entwickelt laufend Trainingsprogramme, Lernmaterialien, diagnostische Verfahren, Software und Übungen. Diese Werkzeuge setzen ausgebildete Trainerinnen und Trainer direkt in ihrer Praxis ein – und können so passgenaue Förderung anbieten, die auf den individuellen Befund jedes Einzelnen abgestimmt ist.

Was Betroffene, Eltern und Fachpersonen vom Legasthenietraining erwarten können

Für Menschen, die von Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen sind, und für Eltern, die sich um ihr Kind sorgen, bietet das Netzwerk des EÖDL eine konkrete Anlaufstelle. Auch Erwachsene können betroffen sein – mehr dazu unter Legasthenie im Erwachsenenalter.

Eine diplomierte Trainerin oder ein diplomierter Trainer kann mithilfe des pädagogischen AFS-Testverfahrens eine individuelle Einschätzung vornehmen und darauf aufbauend einen Trainingsplan erstellen. Dieser Plan richtet sich nach den persönlichen Stärken und Schwächen der betroffenen Person – nicht nach einem allgemeinen Schema. Eine qualifizierte Fachperson in Ihrer Nähe finden Sie über die Trainersuche.

Eltern, die ihr Kind zu Hause unterstützen möchten, finden in den Informationsangeboten des EÖDL verständlich aufbereitetes Fachwissen. Wer tiefer einsteigen will, kann selbst eine Ausbildung absolvieren und so zur Fachperson werden. Pädagoginnen und Pädagogen sowie Therapeutinnen und Therapeuten können ihr bestehendes Berufsprofil durch eine EÖDL-Ausbildung gezielt erweitern und damit einen größeren Personenkreis erreichen. Alle Ausbildungen sind so gestaltet, dass sie sich mit beruflichen und familiären Verpflichtungen vereinbaren lassen.

Jetzt aktiv werden: Ausbildung, Information, Vernetzung

Zum Tag der Frauen lädt der EÖDL alle ein, die sich für das Legasthenietraining und die Förderung von Menschen mit Legasthenie und Dyskalkulie interessieren – aus persönlicher Betroffenheit, aus beruflichem Interesse oder aus dem Wunsch, anderen zu helfen.

Wer sich über die Ausbildungen zur diplomierten Legasthenietrainerin, Dyskalkulietrainerin, Lerndidaktikerin oder Mediendidaktikerin informieren möchte, findet auf den EÖDL-Plattformen alle notwendigen Informationen. Die Fernstudien sind berufsbegleitend angelegt und international anerkannt.

Wer den Verdacht hat, dass ein Kind in seinem Umfeld betroffen sein könnte, kann über das EÖDL-Netzwerk eine qualifizierte Fachperson finden – in Österreich und in vielen weiteren Ländern. Und wer selbst zur Fachperson werden möchte, findet in den Ausbildungen des EÖDL einen strukturierten und praxisnahen Einstieg.

Würdigung zum Tag der Frauen

Am Internationalen Frauentag richtet der EÖDL seinen Blick auf die vielen tausend Trainerinnen, die in 30 Jahren dazu beigetragen haben, dass das Legasthenietraining in 64 Ländern gelebte Praxis ist. Ihr Engagement zeigt, dass Bildungsgerechtigkeit kein nationaler Auftrag ist – und dass Frauen in diesem Bereich weit mehr als die Hälfte tragen. Der EÖDL steht für qualitätsgesicherte Ausbildung, praxisnahe Materialien und eine Haltung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Wer Teil dieser Arbeit werden möchte – als Trainerin, als Elternteil oder als Fachperson –, findet beim EÖDL einen strukturierten Einstieg und ein internationales Netzwerk, das trägt.

Tags: , , , , ,
Top