QRM 2017 – neue Kurzinformation zu den Themen Legasthenie, LRS, Dyskalkulie und Rechenschwäche

QRM Legasthenie

 

QRM steht für Quick Reference Map: eine Kurzinformation über ein Thema – klar aufgebaut mit hohem Informationsgehalt und praktischem Nutzwert. Der Themenkreis dieser QRM ist Legasthenie, LRS, Dyskalkulie und Rechenschwäche. Die QRM ist auch direkt im Internet abrufbar und als PDF zum Lesen am PC oder eBook-Reader oder zum Ausdrucken. Dennoch ist hier eine Bestellung empfehlenswert. Die QRM kostet nur 50 Cent. (Bei einer Abnahme von 10 Stück 25 Cent/Stück) Dafür bekommt einen hoch qualitativen Ausdruck cellophaniert hochglänzend wischfest auf festem Papier. Das schafft der heimische Drucker eher nicht.

Die QRM ist ideal für Eltern, Lehrer und Interessierte und kann überall aufgelegt werden. Brauchen Sie eine größere Stückzahl – bitte wenden Sie sich an das Büro des EÖDL direkt.

Die QRM des EÖDL enthält die wichtigsten Informationen über Legasthenie/LRS/Dyskalkulie und Rechenschwäche.

  • Biogenetische Ursachen der Legasthenie und Dyskalkulie

  • Pädagogische Definition

  • Wie erkennt man Legasthenie / Dyskalkulie?

  • Wie erkennt man LRS / Rechenschwäche?

  • Die AFS-Methode

  • A steht für Aufmerksamkeit

  • F steht für Funktion

  • S steht für Symptom

  • Die Förderung

  • Praktische Ideen für den Unterricht mit legasthenen Kindern

  • Wichtige Internetlinks

 

Ein Auszug aus der Infomappe:

Praktische Ideen für den Unterricht

► Versuchen Sie, sich vorzustellen, dass legasthene/dyskalkule Menschen durch ihre differenten  Sinneswahrnehmungen mit herkömmlichen Lehrmethoden alleine das Schreiben, Lesen und Rechnen  nicht zufriedenstellend erlernen können.

► Zeigen Sie Schülern mit Schreib-, Lese- oder Rechenproblemen, dass sie dafür ein Interesse haben und
ihnen helfen möchten. Haben Sie für diese Menschen Geduld, Ausdauer und Verständnis.

► Vermeiden Sie es, im Zusammenhang mit der Legasthenie/Dyskalkulie von Schwäche, Störung,
Behinderung oder Krankheit zu sprechen. Stellen Sie das Problem als das dar, was es ist, nämlich als eine
genetische Veranlagung, für die niemand verantwortlich gemacht werden kann.

► Informieren Sie die Eltern über die Problematik der Legasthenie/LRS/Dyskalkulie/RS, damit sie eine  Vorstellung davon und das notwendige Verständnis für die Kinder bekommen. Interessieren Sie die
Eltern für die Interventionen/Förderungen und arbeiten Sie eng mit ihnen zusammen.

► Heben Sie die Stärken und besonderen Begabungen der Schüler hervor, um ihr Selbstwertgefühl zu
festigen. Jegliche Bemühungen sollten angestellt werden, um das Vertrauen zwischen Schülern und  Lehrern aufzubauen.

► Berücksichtigen Sie die Sprunghaftigkeit der Schüler hinsichtlich der Aufmerksamkeit und des Verhaltens.
Helfen Sie dem Schüler, seine Gedanken zu ordnen, das Denken und Handeln in Einklang zu bringen, also
zu fokussieren und vermeiden Sie Zeitdruck.

► Lob, auch für geringe Fortschritte oder nur die Bemühung, ist wichtig und sollte häufig vorkommen.
Vermeiden Sie Vergleiche mit den Mitschülern.

► Die Förderung von Schülern mit einer Legasthenie/LRS/Dyskalkulie/RS sollte einzeln oder in kleinen
Gruppen differenziert durchgeführt werden. Übungseinheiten sollten nur in kurzen Sequenzen, wiederholt
stattfinden.

► Achten Sie darauf, dass der Arbeitsplatz ruhig, ordentlich und angenehm gestaltet ist. Betroffene Schüler
profitieren von einer Vertrauensperson.

► Stellen Sie fest, welche Methode von den betroffenen Kindern am besten angenommen wird.

► Planen Sie die Arbeit mit den Kindern sorgfältig, damit diese die richtige Schwierigkeitsstufe hat. Ihre
Planung sollte Elemente von “Entdecken” und “offenem Ende” enthalten, um die Motivation und das  Interesse der Schüler mit Schreib-, Lese- oder Rechenproblemen anzuregen.

► Erteilen Sie diesen Schülern besonders klare Arbeitsaufträge, lassen Sie die Kinder Ihre Aufträge auch  wiederholen. Die eigene Stimme ist eine nützliche Hilfe für das Gedächtnis. Überprüfen Sie, ob die Schüler
die gestellte Aufgabe verstehen, und geben Sie ihnen ausreichend Zeit zum Üben.

► Vermeiden Sie übermäßiges Abschreiben. Beachten Sie, dass der Blick des Schülers geradeaus zur Tafel
gerichtet ist.

► Ein übersichtliches, deutliches Schriftbild, z.B. bei Tafelbildern und Arbeitsblättern, ist notwendig. Die  Ausarbeitung dieser Arbeitsmaterialien bedarf sorgfältiger Überlegung: Fettgedruckte Überschriften,
reiner Druck, weniger Geschriebenes, mehr grafische Darstellungen sind angebracht.

► Sprechen Sie deutlich, und helfen Sie dem Kind, besonders schwierige Wörter richtig auszusprechen.

► Computer, Tablets oder Smartphones sollen in der Förderung verwendet werden. Auch der effiziente
Gebrauch eines Wörterbuches oder Lexikons muss gelehrt und intensiv geübt werden.

 

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Veröffentlicht unter Allgemein, EÖDL-Verlag, Materialien
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