Dyskalkulie - Training nach der AFS-Methode
Vorwort
NEU
Vorwort zur 3. überarbeiteten Auflage
Dyskalkulie - Training nach der AFS-Methode



Erfreulicher Weise ist zu beobachten, dass den Themen Dyskalkulie und Rechenschwäche in den letzten Jahren mehr Beachtung geschenkt wird und diese an Bedeutung gewonnen haben. Wissenschaftler, besonders die des pädagogischen Bereiches, entwickeln verstärkt Methoden, welche die betroffenen Kinder beim Erlernen mathematischer Operationen unterstützen.


Zahlreiche Kinder, die in den ersten Schulstufen Schwierigkeiten haben, mit den in den Schulen angebotenen Methoden das Rechnen zu erlernen, werden zum Glück nicht mehr sofort als schwach, gestört, krank, behindert oder als einfach faul betrachtet, sondern man zieht, wenn sich Rechenschwierigkeiten einstellen, auch immer häufiger in Betracht, dass eine Dyskalkulie, die biogenetische Ursachen hat, oder auch eine erworbene Rechenschwäche, die durch psychische oder physische Ursachen hervorgerufen wird, vorhanden sein könnte.


Dyskalkulie - Training nach der AFS-Methode
Die betroffenen Kinder erhalten verstärkt durch ausgebildete Spezialisten auf pädagogisch-didaktischer Ebene eine individuelle, auf ihre Probleme abgestimmte Förderung. Diplomierte Dyskalkulietrainer verfügen über eine fundierte Ausbildung, um in der Pädagogischen Förderdiagnostik die individuellen Schwierigkeiten der Kinder festzustellen und in weiterer Folge ein gezieltes Training durchzuführen. Dafür steht diplomierten Dyskalkulietrainern ein pädagogisches Testverfahren (AFS-Computertestverfahren) zur Verfügung, welches wichtige Hinweise darauf gibt, wie die Förderung am wirksamsten von Statten gehen soll. Dieses einzigartige pädagogische Werkzeug wurde von Pädagogen für Pädagogen und den notwendigen Erfahrungswerten aus der Praxis entwickelt.

Wie wichtig es ist, bereits vor Beginn einer Förderung festzustellen, wo die Probleme der Kinder liegen, denn diese können sehr vielfältig sein, zeigt sich in den Erfolgen, die nur dann gewährleistet sind, wenn auch der Förderansatz richtig gewählt wurde. Besonders bei dyskalkulen Kindern stellt man immer wieder fest, dass ein ausschließliches Rechnenüben leider nicht den gewünschten Erfolg bringt. Deshalb muss auch die notwendige Aufmerksamkeitsfokussierung beim Rechnen selbst trainiert werden und zusätzlich muss noch sicher gestellt werden, dass die Sinneswahrnehmungsbereiche für die Durchführung von Rechenoperationen ausreichend ausgebildet sind. Deshalb bewährt sich die AFS-Methode schon seit vielen Jahren auch im Dyskalkuliebereich.


Dyskalkulie - Training nach der AFS-Methode
Es zeigt sich, dass eine pädagogische Intervention logischer Weise, wenn es zu Rechenschwierigkeiten kommt, immer notwendig ist, denn nur Pädagogen sind dafür ausgebildet, Kindern das Rechnen zu lehren. Natürlich sind speziell auch bei einer Sekundärdyskalkulie – biogenetisch verursachte Rechenprobleme, zu denen sich noch psychische oder physische Auffälligkeiten hinzugesellen – oder auch bei einer Rechenschwäche – Rechenprobleme, wo die Verursachung im psychischen und/ oder physischen Bereich liegt – gegebenenfalls Gesundheitsberufe in die Förderung mit einzubeziehen, damit ein anhaltender Erfolg erzielt werden kann.

Es ist jedoch abzulehnen, dass von vornherein eine Pathologisierung stattfindet, wenn sich Rechenschwierigkeiten bei Kindern zeigen, denn zumeist sind diese auf pädagogischer Ebene mittels gezielter Förderung zu lösen.

Dyskalkulie - Training nach der AFS-Methode

Im Sinne der Betroffenen gilt es zu verhindern, dass Kinder mit Rechenproblemen lediglich Therapien durch Gesundheitsberufe erhalten, jedoch nicht den pädagogisch-didaktischen Ansatz, der für sie notwendig wäre, damit sie das Rechnen erlernen. Deshalb ist es notwendig, dass Dyskalkuliespezialisten den Eltern und Lehrern stets erklärend, unterstützend und beratend zur Seite stehen und die Relevanz und die Notwendigkeit der pädagogisch-didaktischen Intervention herausstellen.

Nur damit kann erreicht werden, dass Kindern mit Rechenproblemen die für sie notwendige Hilfe erhalten und damit die Chancen auf eine erfolgreiche Schullaufbahn bestehen bleiben.


März 2015
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