AUTOGENES TRAINING
Hilfe zur Selbsthilfe
von Dr. Tilman Treven

Das autogene Training ist ein übendes Verfahren, das jeder gesunde Mensch lernen kann und bei dem die körperliche Entspannung auch im seelischen Bereich zu einer angenehmen Ausgeglichenheit führt.
Das Ziel ist also Entspannung, das heißt Erholung und damit die Fähigkeit, ruhiger und gelassener an eine Aufgabe heranzugehen.
Das autogene Training ist als wissenschaftlich anerkannte Methode daher unter anderem besonders auch für Kinder geeignet, die unter einem erhöhten Leistungsdruck mit allen negativen Folgeerscheinungen stehen.
Das autogene Training, kurz AT, hat einen festen Platz in der Kinderpsychologie und der Behandlungsbogen reicht von vordergründig organischen Erkrankungen wie etwa das Bronchialasthma über psychosoziale Störungen, Schulangst bis hin zu aggressiven Störungen.
Das autogene Training ist nur dann sinnvoll und wirksam, wenn die Bereitschaft des Kindes und seiner Umgebung dazu gegeben ist und wenn es nicht als zusätzliche Belastung oder Aufgabe angesehen wird.

Autogenes Training ist bei ein bißchen Übung und Regelmäßigkeit eine angenehme körperliche und seelische Selbsterfahrung und bedeutet neben mehr Freiraum auch eine Stärkung der Persönlichkeit.
Als grobe Regel gilt, das Kinder ab dem 10. Lebensjahr das AT erlernen können.
Das AT ist keine Glaubenssache, es stützt sich auf Beobachtungen des Arztes J.H. Schultz, die dieser bei hypnotisierten Patienten gemacht hat und die er seit den 20.iger Jahren systematisch zum AT ausgebaut hat.
So wird etwa bei der Vorstellung, daß die Hand warm wird, diese tatsächlich warm und es läßt sich experimentell sowohl der Temperaturanstieg als auch die ursächlich bessere Durchblutung nachweisen.
Es handelt sich beim AT also um mit wissenschaftlichen Methoden objektivierte Tatsachen, um Wechselwirkungen zwischen Leib und Seele.
Regelmäßiges Entspannen wird in unserer modernen Gesellschaft auch für Kinder immer wichtiger. Auch Kinder, besonders sogenannte Außenseiter, stehen immer häufiger unter einer krankheitsfördernden Dauerspannung, um bestimmte Ziele zu erreichen.
Gegen diese negativen Auswirkungen könnte man setzen, daß locker alles leichter geht!
Oder: Entspannung ist die Voraussetzung, um seine Aufgaben besser bewältigen zu können.
Umgekehrt führen Überforderung durch ständige Spannung und dauerndes Zusammennehmen zu Leistungsminderung, Lustlosigkeit, Versagen und somit auch zur sozialen Isolierung.
Vermehrte Konzentration, erhöhte Willensanspannung führt zu Verkrampfung während von einer entsprechend lockeren Ausgangslage die Ziele leichter erreicht werden.
Um so wichtiger ist also eine erholsame Entspannung, die mit der Methode des AT jeder erlernen kann.
Die wichtigste Voraussetzung ist wie gesagt die Bereitschaft der Kinder, die durch die Angehörigen gefördert werden kann.
Zusammenfassend läßt sich über das AT sagen, daß Gedanken und Vorstellungen körperliche Reaktionen auslösen können und daß bei regelmäßigem Üben und Lernen eine ganzheitliche Harmonisierung erreicht werden kann.
Durch das AT kann man lernen in kurzer Zeit eine Erholung zu erreichen, wie sie sonst nur bei gutem Schlaf möglich ist.
Mit Hilfe des AT können Kinder lernen besser mit ihren Affekten umzugehen und an ihre Aufgaben gelassener heranzugehen.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, daß eine schulmedizinische Abklärung bei etwaigen Störungen unerläßlich ist und daß das AT nur mit eigens geschulten Personen erlernt werden sollte.

Dr. univ. med. Tilman Treven
P r a k t i s c h e r  A r z t
P s y c h o t h e r a p e u t
Alternativmediziner

    A-9020 Klagenfurt ,Henselgasse 5
TEL: ++43 463 56117
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