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Ich möchte mich bei allen aktiven Mitgliedern unseres Vereins ARKUS Lienz recht herzlich für die Mitarbeit und Unterstützung im Jahr 1999 bedanken. Durch diese Arbeit ist es uns in den letzten Jahren gelungen, aus einer Selbsthilfegruppe für Legasthenie einen leistungsfähigen Verein zu machen der mit fachlich bestens ausgebildeten diplomierten Legasthenietrainerinnen den betroffenen Kindern und deren Eltern gezielte Hilfe anbieten kann. Wir möchten im Jahr 2000 für 2 - 3 Frauen die Ausbildung zur diplomierten Legasthenietrainerin mitfinanzieren, da wir höchsten Wert auf fachliche Qualifikation legen und der Bedarf vorhanden ist. Weiters haben wir unser neu gemietetes Büro im Gesundheits- und Sozialsprengel in Lienz von Montag bis Freitag täglich von 9.oo - 11.oo geöffnet um für Ratsuchende jederzeit erreichbar zu sein. Ein weiteres Ziel für heuer ist die Anschaffung eines Warnke-Trainingsgerätes zur Verbesserung der Hörverarbeitung für betroffene Kinder. Wir organisieren auch laufend Veranstaltungen für Lehrer, Eltern und am Thema Interessierte und freuen uns über eine gute Zusammenarbeit mit den Schulbehörden. Unser Bestreben ist, die besten Fachleute auf dem Gebiet Legasthenie für unsere Referate zu gewinnen. Gudrun Lindsberger
Vom 13. - 14. Oktober 2000 bieten wir das 3. Legastheniesymposium in Lienz an, über dessen Schwerpunkte wir Sie heute schon informieren möchten.
In Form von Workshops werden voraussichtlich folgende Themen behandelt:
"Zentrale Hörverarbeitung nach der Warnke Methode" "Legasthenie - Ein neuropsychologischer Ansatz" "Moderation - Konfliktmanagement Eltern - Lehrer" "Software für Legasthenietraining"
Für Anfragen stehen wir Ihnen gerne über Telefon, Fax oder E-mail zur Verfügung
TEILNEHMERMELDUNGEN Zum 2. Legasthenie-Symposium Vom 15. - 16. Oktober 1999 in Lienz "DYSLEXIEN - DYSKALKULIEN - FEHLSICHTIGKEIT"
Univ. Prof. Dr. Peter Wurnig Schellinggasse 12, 1010 Wien Sehr geehrte Frau Lindsberger, als Teilnehmer an Ihrer Veranstaltung "2. Legastheniesymposium" vom 15. - 16. Oktober 1999 möchte ich Ihnen und Ihren Mitarbeitern meine höchste Anerkennung aussprechen. Sehr beeindruckt hat mich die gute Auswahl der Referenten und die sowohl umfassende als auch praxisbezogene Themenwahl. Frau Prof. Otto (Berlin) konnte überzeugend darlegen, dass es mit Ihrer Methodik, die auch in Ihrem Arbeitskreis praktiziert wird, auch noch bei verschleppten Fällen Hoffnung gibt. Frau Dr. Greiter schilderte aus ihrem Arbeitsbereich (Osttirol), praktische Ausbildungsmethoden, die auch noch für Erwachsene hoffnungsvolle Ansätze zeigten. Ebenso brachten auch noch die Vorträge des Augenarztes (Dr. Jordan, Schwarzach) äußerst wertvolle Informationen über wesentliche Grundlagen der optischen Wahrnehmungsstörungen bei Legasthenie. Den Teilbereich der Legasthenie, nämlich auch die Dyskalkulie (Mag. Liane Kaufmann, Innsbruck) zu behandeln erwies sich auch als äußerst sinnvoll, da damit gezeigt wurde, dass die Legasthenie verschiedene Schwerpunkte hat. Der Einbau der Möglichkeiten, den Trainingsprozess durch spezielle Computerprogramme zu modernisieren (Mario Engel, Klagenfurt) war äußerst wertvoll und fand großes Interesse. Besonders an Ihrer Veranstaltung aber war, dass: 1.einerseits ein geographischer Bereich, nämlich Osttirol erwählt wurde, der sonst nicht gerade zu den Bildungszentren Tirols oder Österreichs gezählt wird und dass 2.die Art der Präsentation so erfolgte, dass auch ein nicht speziell ausgebildetes Publikum folgen konnte und dass 3.es Ihnen gelungen ist besonders engagierte Referenten zu finden die in mehrstündigen Workshops auch ihre Zuhörer zu engagierter Mitarbeit veranlassten. Da ich mich im Hochschulbereich seit Jahren mit Problemen von Kindern beschäftige und unter anderem erlebt habe, was für behinderte Kinder ein längerer Ausfall an Schulbildung z.B. bei chronisch Kranken oder schwerkranken Kindern bedeutet (aus jener Zeit in der es noch keinen Unterricht für Kinder im Krankenhaus gab, im Vergleich zur heutigen Zeit), kann ich Ihrer Arbeit und Ihren Bemühungen dieses Symposium zu wiederholen und auszubauen nur höchste Anerkennung aussprechen. Eine Förderung für diese Veranstaltungsart ist viel wichtiger als eine Förderung eines weiteren Fußballmatches oder einer weiteren Discothek und wird auch im nachhaltigen Nutzen wertvoller sein, sowohl für den Ruf des Bezirkes Osttirol als auch für unseren Nachwuchs. (Wien, am 5. 11. 1999)
OR Dr. Ulrike Tesch Schulpsychologin i. R. Göstingerstrasse 54/9, 8020 Graz
*Auszüge aus einem umfassenden Bericht: Zunächst möchte ich sagen, dass ich von der Atmosphäre, dem hohen Engagement und der Umsichtigkeit, mit welcher dieses Symposium in Lienz abgehalten worden war, sehr angetan war. Vor allem auf dem Gebiet der Dyskalkulie konnte ich meinen Wissensstand erheblich erweitern und dafür danke ich den Veranstaltern. In diesen 25 Jahren, die ich vorwiegend Kindern mit Lernstörungen gewidmet habe, durfte ich viele Erfolge erleben, aber auch Misserfolge blieben nicht aus. Sie waren Anstoß dafür, meine Arbeit neu zu überdenken. Als Schulpsychologin hatte ich die Möglichkeit, meine Arbeit im KollegInnenkreis supervidieren zu lassen. Es ist mir ein großes Anliegen, dass alle Berufsgruppen, die sich mit Lernstörungen von Kindern befassen, optimal zusammenarbeiten. Auch die Kooperation mit Elternselbsthilfegruppen ist sehr wichtig. Es geht um das Schicksal der Kinder, um ihre Schulbahn, um ihren Bildungsweg, um ihre Zukunft. Die Diagnostik der Legasthenie oder besser gesagt einer Lese- Rechtschreibstörung sowie der Dyskalkulie ist so etwas Diffiziles, dass ein optimales Erfassen dieser Störungen nicht immer gelingt.. Hier ist gute Kooperation zwischen Eltern, Lehrer und allen spezifisch befassten Berufsgruppen gefragt. Im Dienste der Kinder sollte eine solche Zusammenarbeit doch gelingen! Das Symposium in Lienz könnte ein neuer Anfang dafür sein. (Graz am 8. November 1999)
Mag. Josef Rieger Diplomierter Logopäde Berta v. Sutznerweg 9 6020 Innsbruck
Dieses Symposium war sehr praktisch ausgerichtet und es waren soviele engagierte Leute beisammen und das hat mir gutgetan. Neuer Anstoß bedeuten mir die Vorträge über das "Lernen lernen" von Frau Mag. Dr. Elfie Greiter und über die Augenproblematik in diesem Zusammenhang von Hr. Dr. Jordan. Meine Illusionen zum Thema Legasthenie sind
1. Dass aus den typisch legasthenen Fehlern erkannt wird, was schon in den ersten(2 - 3) Lebensjahren vorbeugend gemacht werden könnte. Ich denke da an Automatisieren von Körper-Orientierung und Absichern des Körpergefühles u.ä. 2. Dass die Grundursachen gefunden werden mögen, um damit eine echte "Heilung" zu erreichen. 3. Ins Gefühl, nicht ins Gehirn, bringen von Grundfähigkeiten; solches zu bedenken ist meist bedenklich. 4. Dazu eine Strategie der Früherkennung. Das wäre es, was mir dazu in aller Eile einfällt.
(Innsbruck, am 23. November 1999)
Dr. Christel und Dr. Wolfgang Otto, Berlin Die Teilnahme am 1. Legasthenie - Symposium in Lienz 1998 hatte für uns so viele Anregungen für die Tätigkeit und schöne, freundschaftliche Begegnungen gegeben, so dass wir 1999 gerne wieder nach Lienz gekommen sind. Beeindruckt hat uns auch in diesem Jahr das große Interesse und Engagement vieler Eltern, Trainer und Lehrer, sich für das legasthene Kind einzusetzen und neue Wege zu seiner Förderung und Unterstützung zu erarbeiten und zu gehen. Viele Anregungen gingen von den einzelnen Workshops aus, sei es zum Lernprozess, zur methodischen Gestaltung des Trainings oder zur Diagnostik. Leider konnte man nicht alles wahrnehmen, weil die Veranstaltungen parallel liefen, aber die vielen Gespräche in den Pausen und beim gemütlichen Zusammensein nach dem offiziellen Programm waren informativ, anregend und haben manche Kontakte geknüpft. Hervorzuheben ist der sehr aussagekräftige Vortrag von Herrn Dr. Jordan und Herrn Trost, der neue Sichtweisen besonders bei der Behandlung von Teilleistungsschwächen aus der Sicht des Augenarztes eröffnete und zu weiteren Überlegungen in der Arbeit mit legasthenen Kindern viele Anregungen vermittelte. Besonders der schön gestaltete Tiroler Abend - dank dem ausgezeichneten Gesang der Gruppe VOX VIVA und der guten Küche - war ein guter Abschluss, der eigentlich bestätigte, dass 2 Tage viel zu kurz waren. Es war wieder schön bei ARKUS und in Lienz. (Berlin, im Oktober 1999)
Dr. Kurt Wimmer Betriebsberatungs Ges.m.b.H. Währingerstrasse 90/11 1180 Wien Danke, dass wir auf Ihrer Veranstaltung als Aussteller dabei sein durften. Das Engagement, das die Teilnehmer ausstrahlten war beeindruckend. Ich glaube viele Veranstaltungen würden sich so ein produktives Symposium wünschen. Ein bißchen verbesserungswürdig wäre nur die Organisation: Ein genauer Zeitplan des Programmablaufes mit vorgeschriebenen Pausenzeiten, eine Anmeldung für das Essen schon bei der Ankunft würde es etwas ruhiger gestalten. Ich glaube doch, dass das ständige Durchwandern des einen großen Raumes in die beiden kleineren Räume etwas störend wirkte. Auch für einen Aussteller ist es angenehmer, einen Platz zu haben, wo er sich nicht als "Störfaktor" fühlen muß. Gerne würden wir bei einer nächsten Veranstaltung wieder in irgendeiner Form teilnehmen. (Wien, am 20. Oktober 1999)
Anmerkung des Veranstalters: Herzlichen Dank für die Hinweise auf die "Störfaktoren". Selbstverständlich sind wir gerne bereit für einen optimalen Verlauf der Veranstaltung zu sorgen und freuen uns, wenn Sie sich bei unserem 3. Symposium wieder beteiligen.
Den Symposiumsbericht 1999 "DYSLEXIEN - DYSKALKULIEN - FEHLSICHTIGKEIT" mit sämtlichen Referaten der Work- shopleiter erhalten Sie gegen einen Unkostenbeitrag von ATS: 300,- bei unserem Verein.
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