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Um der Methodenvielfalt gerecht zu werden, versucht der Steirische Landesverband Legasthenie Fachleute aus allen Richtungen für Vorträge und Seminare zu gewinnen. In diesem Sinne fand am 17.04.1999 im BG/BRG Bruck/Mur ein Fachseminar über Ursachen und Behebung von Teilleistungsschwächen nach der Methode PIPE (= Partielle Insufizienz der perzeptiv-funktionellen Effizienz) unter der Leitung von Fr. Dr. Jitka Scharinger und Hr. VOL Frederik Scharinger statt. In diesem Seminar wurde den Teilnehmern die Ursachen der Teilleistungschwächen, z.B. der Zusammenhang zwischen der Legasthenie und zu raschem Vorgehen beim Buchstaben-Erlernen und beim Lesen sehr anschaulich nahegebracht. Zuerst erfuhren wir über die besondere Unterrichtsmethode von Hr. Scharinger. Er verfolgt konsequent das Prinzip, dass die Schüler 2 Jahre Zeit haben, um lesen und schreiben zu erlernen. Jeder neue Buchstabe wird 2 Wochen lang über alle Sinne erarbeitet. Außerdem gibt es in der ersten Klasse keine Ansagen, denn diese würden Kinder mit und ohne Teilleistungsschwächen häufig nur zum Kompensieren zwingen. Das sollte aber auf alle Fälle vermieden werden. Der Erfolg gibt Herrn Scharinger recht! Aus seinen Klassen geht nach Behandlung der Kinder mit Methode PIPE kein einziger Legastheniker hervor! Hat ein Kind eine Teilleistungsschwäche, so ist Hilfe dringend nötig. Frau Dr. Scharinger hat ein gutes und leicht zu handhabendes Trainingsprogramm entwickelt. Sie bot eine anschauliche Einführung in die Testmethode und in das daraufhin zu erstellende Trainigsprogramm. Beide unterrichteten die Seminarteilnehmer über die wissenschaftlichen Hintergründe, warum Teilleistungsschwächen entstehen, wie sie behoben werden können und auf welchen neurologisch-pädagoischen Erkenntnissen das Programm basiert.
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