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"Überhebliche Besserwisser" können große Unsicherheit bei Lehrern und Eltern verursachen. Der Schaden, den sie damit Betroffenen zufügen, ist selten wieder gut zu machen. Alle alternativen Methoden, wie Homöopathie, Bachblüten, Neurolinguistische Programmierung (NLP), Kinesiologie, u.a., die Kindern mit Lernschwierigkeiten mitunter sehr wohl helfen können, hat sich Herr Dr. Heinz Zangerle aus Tirol entschlossen, zu verteufeln. Was will er damit erreichen? Die Ratschläge, die er Betroffenen, Lehrern oder Eltern gibt, wie man mit "schwierigen" Kindern fertig wird, sind leider oft völlig unbefriedigend. Eltern sind verzweifelt, wenn sie mit allen Versuchen, ihrem Kind zu helfen, scheitern. Aber nicht immer greifen bei Kindern, die unter Lernproblemen leiden, schulmedizinische oder psychologische Maßnahmen. Was aber dann? Es bietet sich eine Vielfalt von sogenannten alternativen Methoden an. Natürlich ist es sehr wichtig, mit offenen Augen das große Angebot zu betrachten, denn nicht alles ist gut, was angeboten wird. Bei Überprüfung des Angebotes ist es wichtig, nach den Erfolgen der jeweiligen Methode zu fragen. Garantiert ist dadurch der Erfolg bei einem Kind nicht, denn leider wurde für Lernprobleme noch keine Therapie gefunden, die in jedem Fall hilft. Doch generell alles in Zweifel zu ziehen und schlecht zu machen nützt niemandem, sondern schadet Betroffenen und bringt damit viel Unglück über Familien. In ihrer Selbstgefälligkeit vergessen das leider manche Menschen! Herr Dr. Zangerle schreibt in der Tiroler Tageszeitung vom 13. 12. 1998, unter dem Titel "Der Pendler wird's schon richten": "Bei "Flüchtigkeitsfehlern" in Schuldiktaten empfiehlt ein Homöopath die Einnahme von 5 Globuli Medorrhinum D200 ein- bis zweimal im Monat und als Zusatztherapie fünfmal täglich acht bis zehn "Schultropfen für Kinder". ..... Schulfitneß Angebote aus dem Reigen der Esoterik liegen im Trend, die schnelle Lösung hat Konjunktur: Verbesserung der kindlichen Konzentration durch Bewegungsübungen aus der Edu-Kinestetik, Legasthenietherapie durch Bachblüten, Ruhigstellen des Zappelphilpps mit homöopathischen Globuli, Behandlung von Aggressionen mit Qui-Gong und Reduzierung diffuser Ängste mit Aromatherapie. Nebenbei - damit Prüfungsstreß erst gar nicht aufkommt: Es liegt am Lehrer, für den Rosenquarz am Schülerpult zu sorgen und die individuell günstige Mondphase für den Prüfungstermin zu beachten. Gute Zeiten also für die Verkäufer von Tröpfchen, Pillen, Kügelchen, für die Trainierer simpler Bewegungsübungen, für Auspendler, Verkäufer "heilender" Steine und sonstige Krämer auf dem Psychomarkt!" Man sollte wissen, dass Herr Dr. Zangerle Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Akademie Innsbruck ist. Sollten junge Lehramtskandidaten nicht von toleranten modernen Menschen auf ihre schwere Aufgabe, vielen unterschiedlichen Kindern gerecht zu werden, vorbereitet werden? Viele Menschen fühlen sich durch seine Aussagen sehr befremdet.
Leserbriefe aus der Tiroler Tageszeitung vom Dezember 1998: Frau Bianca Piantino: ".... die Arroganz und Intoleranz eines Psychologen gegenüber den Versuchen, mit anderen Mitteln, die bestimmt nicht zu Medikamenten- und Drogensucht führen, den Schwierigkeiten seiner Kinder zu begegnen, brachte mich auf die Palme. Man kann ja schließlich zu jedem Thema unendlich viel Negatives sagen, nur sollte das nicht gerade ein Psychologe und Psychotherapeut tun".
Herr Dr. med. univ. Werner Knoflach, Lehrbeauftragter für Komplementärmedizin an der Universität Innsbruck: "Herr Dr. Heinz Zangerle schreibt über den Esoterik-Boom und vermischt dabei höchst unkritisch und wider besseren Wissens "alternative" Methoden mit anerkannten komplementären (= ergänzenden) medizinischen Heilverfahren, wobei er insbesondere die Homöopathie dem Dunstkreis der obskuren Therapiemethoden zuordnet. ....... Es ist aber niemandem gedient - am wenigsten kranken Menschen, deren Beschwerden und Leiden ernst zu nehmen sind - mit medialen unkritischen Rundumschlägen Probleme zu erläutern. Außerdem fördert ein derartiger Artikel eines Kinderpsychologen nicht gerade die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Psychotherapeuten, welche vielerseits zum Wohle der Patienten erwünscht ist".
Herr Dr. Gerhard Sallaberger, klass. Homöopath aus Innsbruck: "Nur jemand wie der Psychologe Zangerle erlaubt sich die Homöopathie, eine ärztliche Behandlungsmethode, für die die österreichische Ärztekammer ein Ausbildungsdiplom verleiht, in die Nähe von Esoterik und Okkultismus zu rücken. Tatsächlich hat die "Klassische Homöopathie" in über hundert Jahren an vielen Tausenden Kindern bewiesen, daß sie Störungen der Gedächtnisleistung, Verhaltensauffälligkeiten (sogar bei Haus- und Nutztieren) aber auch Bettnässern erfolgreich behandeln kann".
Frau Angelika Haller aus Innsbruck: "Der Artikel "Der Pendler wird`s schon richten" von Heinz Zangerle zeigt nur eines, die eklatante Unkenntnis des Autors über das weite Feld der Esoterik im Allgemeinen und die Behandlungsmethoden im psychischen Bereich im Besonderen. Es wäre ihm dringend anzuraten, sich mit der Materie eingehend und objektiv zu befassen, daß er wenigstens Begriffe wie Esoterik, Homöopathie, Okkultismus, Mythos, Bio.... auseinanderzuhalten imstande ist, bevor er gänzlich falsche Aussagen in die dadurch vollends verunsicherte Klienten streut! Vielleicht informiert sich Herr Z. einmal über die enormen Erfolge der homöopathischen Therapiemethoden im medizinischen sowie auch im psychotherapeutischen Bereich, die nicht nur von vernebelten Esoterikern, was immer er darunter verstehen mag, sondern gottlob auch von sehr vielen Medizinern und Psychotherapeuten in die Behandlungsmethoden miteinbezogen werden. Empfehlenswert wäre für Herrn Z. auch im Lexikon nachzuschlagen, damit er sieht, daß Esoterik nichts mit Okkultismus, beides nichts mit Homöopathie und alle drei nichts mit Mythos und schon gar nichts mit Bio..... zu tun haben!"
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