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Aktueller denn je ist die Thematik der Förderung von Vorschulkindern, insbesondere in den für das Schreiben-, Lesen- und Rechnenerlernen notwendigen Sinneswahrnehmungsleistungen. Durch die Wissenschaft wiederholt bestätigt, ist das einwandfreie Funktionieren dieser Leistungen Voraussetzung dafür, dass der Schreib-, Lese- und Rechenerlernprozess problemlos von statten geht. Je früher eine gezielte Förderung auf pädagogisch-didaktischer Ebene durch Kleinkindpädagogen oder durch Spezialisten unterwiesene Eltern einsetzt, desto wahrscheinlicher ist es, dass dem Kind spätere Misserfolge in der Schule erspart werden können, die auf unzureichend ausgeprägten Sinneswahrnehmungsleistungen beruhen.

Die Entwicklung der Sinneswahrnehmungen ist zwar grundsätzlich bei jedem Kind unterschiedlich, jedoch kann davon ausgegangen werden, dass man in einem bestimmten Alter Mindestleistungen erwarten kann. Diese Leistungen sollten auch erbracht werden. Das vorliegende Buch beschreibt diese notwendigen Leistungen sehr genau und bietet auch Anleitungen für einfache Überprüfungen. Ferner werden zahlreiche Übungen vorgestellt, anhand derer man eine gezielte Förderung in den verschiedenen Bereichen durchführen kann.

Wichtig ist auch - und es war ein ganz besonders Anliegen der Autoren, dies zum Ausdruck zu bringen bzw. zu erklären -, dass Sinneswahrnehmungen, die nicht ausreichend ausgebildet sind, absolut nichts mit verminderter Intelligenz, sondern ausschließlich mit einer unterschiedlichen Entwicklung des Kindes zu tun haben. Differente Sinneswahrnehmungen sind, solange sie keine physischen oder psychischen Auswirkungen zur Folge haben, auch keinesfalls als eine Schwäche, Störung, Krankheit oder gar als Behinderung zu sehen! Bemerkt man aber bei Vorschulkindern in einzelnen Bereichen Defizite, sollte man auf keinen Fall die Augen davor verschließen, sondern unbedingt möglichst schnell eine Förderung veranlassen. Je früher eine gezielte Förderung einsetzt, desto schneller stellen sich auch die Erfolge ein.

Die Bedeutung der Spezialisten, welche Vorschulkindern durch ein gezieltes Training der Sinneswahrnehmungen, die für das Schreiben-, Lesen- und Rechnenerlernen unbedingt gut funktionieren sollen, helfen können, wird in unserer Gesellschaft immer mehr zur Kenntnis genommen. Wie wichtig es ist, schon im Vorschulalter Kinder zu fördern, damit erst gar nicht Probleme in der Schule entstehen, ist wohl unbestritten.

Von vielen umsichtigen Eltern werden die wertvollen Dienste von Vorschulpädagogen für ihre Kinder in Anspruch genommen und damit ist ein erfolgreicher Schulstart gesichert. Dadurch entstehen Schwierigkeiten in der Schule, welche nicht selten von viel Frustration begleitet sind, erst gar nicht.  Speziell bei legasthenen oder dyskalkulen Kindern, die durch eine biogenetische Anlage Probleme mit different ausgebildeten Sinneswahrnehmungen haben und dadurch mit den üblichen Methoden in der Schule meistens nicht auskommen, hat sich eine frühzeitige Förderung der Sinneswahrnehmungen schon im Vorschulalter  als absolut vorteilhaft erwiesen.

Auch der Arbeit im Kindergarten durch Kleinkindpädagogen, welche sich gezielt mit Vorschulkindern beschäftigen, zollt man nun wesentlich mehr Beachtung und auch Anerkennung, denn nicht nur Betreuungs- und Erziehungsarbeit wird hier geleistet, sondern man ist sich heute auch zum Glück darüber bewusst, dass die Arbeit von Kleinkindpädagogen eine besondere Bedeutung für die Lernbiografie eines Kindes hat. Das gegenwärtige Interesse der Gesellschaft an der frühkindlichen Förderung  und somit an der Frühpädagogik ist als besonders positiv zu sehen.

September 2008